Wann spricht man von Durchfall?
Von Durchfall spricht man, wenn der Kot deines Hundes weicher als normal ist, häufiger abgesetzt wird oder sogar wässrig ist. Gelegentlich weicher Stuhl ist normal – wird es jedoch häufiger oder hält länger an, solltest du handeln.
Die häufigsten Ursachen
Futterbezogene Ursachen
- Futterumstellung – Zu schneller Wechsel des Futters
- Unverträglichkeiten – Bestimmte Proteine oder Getreide
- Verdorbenes Futter – Abgelaufenes oder falsch gelagertes Futter
- Müll gefressen – Beim Spaziergang etwas aufgenommen
Gesundheitliche Ursachen
- Parasiten – Giardien, Würmer
- Infektionen – Bakterien, Viren
- Stress – Umzug, neues Familienmitglied, Silvester
- Medikamente – Antibiotika als häufiger Auslöser
- Erkrankungen – Bauchspeicheldrüse, Leber, Darm
Erste Hilfe bei Durchfall
Schritt 1: Fastenzeit
Gib deinem Hund 12-24 Stunden nichts zu fressen (nur Wasser!). Das gibt dem Darm Zeit sich zu erholen. Bei Welpen und kleinen Hunden maximal 12 Stunden.
Schritt 2: Schonkost
Nach der Fastenzeit beginne mit leichter Schonkost:
- Morosche Karottensuppe – Das bewährte Hausmittel (Zum Rezept)
- Gekochtes Hühnchen mit Reis – Leicht verdaulich (Zum Rezept)
- Hühnerbrühe – Spendet Flüssigkeit und Elektrolyte (Zum Rezept)
Schritt 3: Langsam aufbauen
Steigere die Portionen langsam über 3-5 Tage und mische dann schrittweise wieder das normale Futter unter.
Wann zum Tierarzt?
Gehe sofort zum Tierarzt wenn:
- Der Durchfall länger als 2 Tage anhält
- Blut im Stuhl ist
- Dein Hund erbricht zusätzlich
- Er apathisch wirkt oder nicht trinkt
- Es sich um einen Welpen handelt (schnelle Dehydrierung!)
- Fieber auftritt
Vorbeugung
- Futterumstellungen immer langsam über 7-10 Tage durchführen
- Regelmäßige Entwurmung nach Absprache mit dem Tierarzt
- Beim Spaziergang darauf achten, dass dein Hund nichts vom Boden frisst
- Hochwertiges Futter verwenden
- Neue Leckerlis immer erst in kleinen Mengen testen
Unterstützung durch Ernährung
Wenn dein Hund häufiger unter Durchfall leidet, kann eine Anpassung der Ernährung helfen. Oft stecken Unverträglichkeiten dahinter, die sich durch eine gezielte Ausschlussdiät identifizieren lassen. Ich unterstütze dich gerne dabei.
Individuelle Beratung für deinen Hund
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