Ob neues Fertigfutter, gekochte Ration oder BARF: Der Wechsel selbst ist meist der Punkt, an dem etwas schiefgeht – nicht das neue Futter. Der Grund ist fast immer, dass zu schnell umgestellt wurde.

Warum langsam umstellen?

Der Magen-Darm-Trakt deines Hundes ist an sein gewohntes Futter angepasst. Die Darmflora hat sich auf die bisherige Nahrung eingestellt. Ein abrupter Wechsel bringt dieses Gleichgewicht durcheinander und führt oft zu:

  • Durchfall oder weichem Stuhl
  • Blähungen
  • Erbrechen
  • Futterverweigerung

Der 7-Tage-Plan

Die bewährteste Methode ist eine schrittweise Umstellung über 7-10 Tage:

  • Tag 1-2: 75% altes Futter + 25% neues Futter
  • Tag 3-4: 50% altes Futter + 50% neues Futter
  • Tag 5-6: 25% altes Futter + 75% neues Futter
  • Tag 7: 100% neues Futter

Bei empfindlichen Hunden kann die Umstellung auch 2-3 Wochen dauern. Lieber zu langsam als zu schnell.

Umstellung auf BARF

Der Wechsel von Trocken- oder Nassfutter auf BARF erfordert besondere Vorsicht:

  1. Erste Woche: Nur eine Proteinquelle (z.B. Huhn) und Reis
  2. Zweite Woche: Pansen/Blättermagen dazu
  3. Dritte Woche: Gemüse einführen
  4. Vierte Woche: Innereien langsam steigern
  5. Ab Woche 5: Rohe fleischige Knochen vorsichtig einführen

Starte immer mit leicht verdaulichen Proteinquellen wie Huhn, Pute oder Lamm.

Umstellung bei Welpen

Bei Welpen ist die Umstellung besonders wichtig, da ihr Verdauungssystem noch empfindlicher ist:

  • Vom Züchter das gleiche Futter mitgeben lassen
  • Erst nach 2-3 Wochen Eingewöhnung langsam umstellen
  • Noch langsamer vorgehen (2 Wochen statt 1)
  • Auf genügend Kalzium und Phosphor achten (Wachstum!)

Woran erkenne ich, dass es gut läuft?

Positive Zeichen nach der Umstellung:

  • Fester, gut geformter Kot (nicht zu hart, nicht zu weich)
  • Glänzendes Fell
  • Dein Hund frisst mit Appetit
  • Gute Energie und Aktivität
  • Weniger Mundgeruch

Woran erkenne ich Probleme?

  • Anhaltender Durchfall (länger als 3 Tage)
  • Häufiges Erbrechen
  • Juckreiz oder Hautprobleme
  • Dein Hund verweigert das Futter komplett
  • Starke Blähungen die nicht nachlassen

In diesen Fällen: Einen Schritt zurückgehen und langsamer vorgehen. Wenn die Probleme anhalten, kann eine Unverträglichkeit vorliegen.

Wenn die Umstellung nicht klappt

Bleibt der Kot über mehr als ein paar Tage weich oder treten Juckreiz oder wiederholtes Erbrechen auf, geh einen Schritt zurück und verlängere die Übergangsphase. Verschwinden die Beschwerden auch dann nicht, kann das neue Futter nicht passen. In einer Ernährungsberatung klären wir, woran es liegt und welches Futter oder welche Ration besser zu deinem Hund passt.

Ernährungsberatung für deinen Hund

Dieser Artikel ordnet das Thema allgemein ein. Wie es bei deinem Hund aussieht, klären wir im kostenlosen Erstgespräch.

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